Tutorial: Die Milchstraße mit Sequator stacken

Nikon d5300, Tokina 11-16, 25 sek., f 2.8, ISO 1600 – Stacked in Sequator (33 Aufnahmen)

Ich stacke meine Milchstraßenfotos in letzter Zeit immer mit Sequator. Zum einen weil es für mich im Gegensatz zu DeepSkyStacker ziemlich einfach ist und zum anderen weil es schneller als Photoshop ist. Es ist kostenlos, also einfach mal ausprobieren. Achja und die Ergebnisse sind wirklich klasse!

1 – Milchstraßenfotos in Sequator laden

Wir klicken auf „Star Images“ und wählen alle unsere Milchstraßenfotos aus, bei mir sind es 33 Stück

 

2 – Darkframes in Sequator laden

(Darkframes sind Bilder die mit den Milchstraßenfotos identisch sind (gleiche Belichtungszeit, gleicher ISO, gleiche Blende), nur dass diese mit dem Objektivdeckel aufgenommen wurden. Das macht man um sogenannte Hotpixel zu finden (Farbige Pixel auf dem Sensor) und dann vom fertigen Bild abzuziehen). Wenn du mehr über Darkframes wissen willst, dann kann kannst du dir diesen Beitrag anschauen.

Wir klicken hier auf „Noise Images“ und wählen unsere Darkframes aus. Ich habe hier 5 Stück benutzt.

 

3 – Outputfile benennen, Einstellungen vornehmen

Wir bennen jetzt den Output (in diesem Fall Output.tif) und nehmen die Einstellungen vor

Einstellungen:

  • Composition: Align Stars + Freeze Ground – Das legt die Sterne übereinander und erkennt einen festen Vordergrund der separat gestacked wird
  • Auto brightness: on – Das Bild könnte sonst über oder unterbelichtet werden
  • High dynamic range: on – Hellt schattenbereiche auf und dunkelt Lichter ab
  • Remove dynamic noises: on – Dient zur Beseitigung von Hotpixeln, zusätzlich zu den Darkframes
  • Reduce disto. effects: Complex – Erkennt und entfernt die Verzeichnung von Sternen
  • Reduce light pollution: on + uneven – Reduziert die Lichtverschmutzung rechnerisch
  • Enhance star light: on – Versucht das Sternenlicht zu verbessern
  • Merge pixels: on – Verbindet 4 benachbarte Pixel um die Sensitivität zu steigern, verkleinert das Bild aber

Tipp: Einfach mal mit den Einstellungen rumprobieren, ein klick kann schon viel verändern

4 – Auf Start drücken

Wenn nur alles im Leben so einfach wäre :D, einfach auf Start drücken und auf das Ergebnis warten. Das fertige Bild wird dann im vorgegebenen Ordner gespeichert.

5 – Nachbearbeitung

Als nächstes bearbeite ich dann das fertige Bild in Lightroom. Das Ergebnis siehst du oben. Also dann viel Spaß mit der Milchstraße!

 

3 Replies to “Tutorial: Die Milchstraße mit Sequator stacken”

  1. Hallo Mike, habe versucht mit dem Sequator meine Fotos zu stacken und hatte leider nur mäßigen Erfolg. Ich bin Schritt für Schritt nach deiner Anleitung vorgegangen, danke erstmal dafür, jedoch das Endfoto war leider nicht zu verwenden. Also die Milchstraße war gut herausgearbeitet, deshalb möchte ich auch nicht aufgeben, doch ich habe über das gesamte Foto einen dynamischen Wischeffekt. Ist dir das auch schon einmal so gegangen? An was kann es liegen? Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen. Gruß Thomas.

    1. Moin Thomas, das selbe Problem hatte ich auch schonmal und kam da auch nicht wirklich weiter. Ich meine, dass ich damals dann ein paar Bilder der Bildreihe in Photoshop gestacked habe. Das bringt dich sehr wahrscheinlich aber auch nicht weiter. Ich würde dir aber erstmal empfehlen verschiedene Einstellungen bei Sequator zu testen (Reduce disto. effects z.B., aber auch andere). Hast du denn viel Lichtverschmutzung in deinem Bild? Ich meine ich hatte das damals. Testen würde ich vielleicht auch mal andere Zuschnitte der Bilder (möglicherweise verzieht die Linse an den Rändern zu stark (Stichwort Koma)) oder auch mal verschiedene „Stapelgrößen“, also die Anzahl der Bilder einmal variieren. Würde mich freuen wenn dir eine Methode davon geholfen hat, und ich würde dich bitten mir dann nochmal einen Kommentar zu hinterlassen. Danke!

  2. Thomas Weirauch das Problem wird vermutlich das du versucht hast dein ganzes Bild zu Stacken, also Vordergrund und Sternenhimmel…Da steigt jedes Programm aus…Aus diesem Grund fotografiert man den Sternenhimmel und Vordergrund separat und fügt dann zum Schluss alles zusammen…Natürlich könnte man auch mit einer Aufnahme alles machen, dann müsste man halt vor dem Stacken jeden die Bilder maskieren so das nur der Sternenhimmel übrig bleibt..Problem bei der Sache ist aber dann das die Darkframes nicht mehr funktionieren weil die Position nicht mehr passt..Darkframes sind meines Erachtens völlig überbewertet und die meisten verzichten sogar gänzlich darauf…Erst bei sehr langen Belichtungen mit Nachführung machen Darkframes wirklich Sinn…Bei Belichtungen unter 30s , oder bei Panoramas kann man genau so gut die Lightframes für die Rauschreduzierung verwenden und die wenigen Hotpixel weg stempeln..

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