Tutorial: Belichtungszeit um Sterne zu fotografieren – die 500er Regel

Hey!

Ab und an, und grade am Anfang der Sternenfotografie kann es passieren, dass die Sterne zu Strichen werden. Ärgerlich ist das vor allem dann, wenn man es auf der Kamera nicht bemerkt und dann am nächsten Morgen enttäuscht feststellen muss, dass die Bilder nichts geworden sind. Das liegt dann leider meist daran, dass die Belichtungszeit zu lang ist. Allerdings möchte man auch möglichst lange belichten um den ISO-Wert so niedrig wie möglich zu halten. Also wie finden wir heraus wie lange wir maximal belichten können? Genau, mit der 500er Regel.

Allgemein lässt sich folgendes sagen:

„Je kleiner die Brennweite ist, desto länger kann belichtet werden“

und genau darauf baut die 500er Regel auf.

So, was ist die 500er Regel? Die 500er Regel ist einfach eine mathematische Möglichkeit die maximale Belichtungszeit zu berechnen und lautet wie folgt:

500 / (Brennweite * Cropfaktor) = max. Belichtungszeit

So, wie berechnen wir nun die maximale Belichtungszeit bei unserer Kamera? Um das zu beantworten nehmen wir mal folgendes Beispiel aus meiner Praxis:

  • Ich fotografiere die Sterne meistens mit meinem Tokina 11-16 bei 11 mm, also ist 11mm meine Brennweite
  • Ich habe eine Nikon d5300, das bedeutet mein Cropfaktor beträgt 1,5 (bei Nikon ist es meistens 1,5, bei Canon ist es meistens 1,6)

Also:

  • Brennweite: 11mm
  • Cropfaktor: 1,5

Dann rechne ich 500 / (11 * 1,5) = 30,30

Also beträgt die maximale Belichtungszeit bei mir 30,30 Sekunden. Aber Vorsicht, das ist die „maximale Belichtungszeit“, ich nehme deshalb meistens 25 Sekunden weil mir die Ergebnisse einfach besser gefallen und die Sterne schärfer werden.

Ich hoffe das hier hat dir geholfen!

Viel Spaß!

 

2 Replies to “Tutorial: Belichtungszeit um Sterne zu fotografieren – die 500er Regel”

  1. Hallo
    Ich beginne mich mit Astrofotografie zu beschäftigen. Besitze eine Canon 700d. Als weiteres ein Linsenteleskop von Tasco 90mm Öffnung und 1300 mm Brennweite. Als 2 tes ein Celestron 9,25 Zoll Spiegel mit 22 cm Öffnung und Brennweite von 2350 mm. Da ich bisher nur Beobachtender Amateur bin Waren mir die Begriffe wie stacken dark Frames light Frames kein Begriff. Das habe ich erst gelesen wie ich Deep Sky stacker heruntergeladen habe das man so etwas benötige. Nun lese ich das Sie noch andere Programm e benutzen. Welches Programm würden Sie mir empfehlen PS leider nuß ich noch sagen das ich der Englischen Sprache nicht sehr mächtig bin Außer Yes, und No. Das was ich bisher aufgenommen habe wie Jupiter und Saturn ist ein verschwommenes Etwas geworden. Ich weis zwar das ich keine NASA Bilder hinbekommen werde aber ein bissel sollte man doch erkennen können. Ich mache zwar seit über 30 Jahren Amateur mäßig was. aber jetzt mit 62 will ich mich auch mit der Fotografie auseinandersetzen. Kann Tipps und Ratschläge daher gut gebrauchen
    Gruß Heinrich Mandt

    1. Moin, soweit ich weiß ist Deep Sky Stacker hervorragend für das Deep-Sky-Stacking geeignet. Ich persönlich habe allerdings keine Erfahrungen mit der Fotografie von Himmelkörpern (vom Mond mal abgesehen).
      An Ihrer stelle würde ich versuchen erstmal herauszufinden was an der Unschärfe schuld ist. Ist das Tracking (die Verfolgung) vielleicht falsch eingestellt, die Belichtungszeit zu lang oder liegt ein Fehlfokus vor?
      Ich hoffe ich konnte Ihnen wenigstens ein bisschen weiterhelfen. LG Mike

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